Ausstellung Dagmar Schwager im Museum MeyerHaus

bearbeitet von Wolfgang Deffner zuletzt verändert: 25.11.2020 22:20

Artikel von Alexandra Lüders aus dem Fürstenau Magazin Herbst 2020

Ausstellung Schwager

Nach einer Begrüßung durch die Museumsbeauftragte Renate Schillingmann eröffnete die heimische Künstlerin Dagmar Schwager ihre erste Ausstellung im Museum Meyer Haus. Sie präsentiert hier 40 Gemälde, die in ihrem Atelier –der-Traumzeit entstanden sind. Die 50-jährige malt keine realistischen Bilder, sondern zauberhafte, filigrane Fantasiewesen.

Sie erinnern an Gestalten aus Märchen, Mythen und Naturwelten. Wie sie den Besuchern erzählte, kommen dabei Buntstifte, Scherenschnitte, Bleistifte, Fineliner und Aquarellfarben sowie Gravuren zum Einsatz.

Besonders fasziniert sei sie von transparenten Raumbildern aus Plexiglas, an denen sie rund 300 Stunden gearbeitet habe. Diese Technik lasse die Figuren plastisch erscheinen. Ein chinesisches Märchen vom „Ginseng-Geist“ habe sie dazu inspiriert, ebenso ihre ab 2010 gefertigten Marionetten. „Die Figur wird lebendig, bewegt sich und bekommt ihre eigene Persönlichkeit. Sie spielt ihre eigene Geschichte, wobei niemand zu sehen ist, der sie hält“, erklärt Schwager in ihrer ausgelegten Vita. Darin kommt zum Ausdruck, dass die Künstlerin eine Modeschule in Stuttgart absolviert hat und in bekannten Musicals sowie am Badischen Staatstheater in Karlsruhe mitgewirkt hat.

Mit dem „Star Trek World Tour“ war sie in Düsseldorf, Wien und Singapur unterwegs. Auch Märchen- und Buchillustrationen hätten sie immer wieder gereizt, schreibt Schwager. Deshalb gestaltete sie den Roman „Schattenmond“ von Ariane Rexroth und kooperierte mit der Märchenerzählerin Regina Sommer.

Neun Jahre lang konnte sie ihre Begeisterung in Mal- und Bastelkursen der Kreativwerkstatt Pusteblume im Berger Familienzentrum an Kinder und Jugendliche weitergeben. In dieser Zeit schrieb die Künstlerin drei Marionettenstücke, welche von den Kindern mit selbst gebauten Spielfiguren erzählt wurden.

„Die Arbeit mit den Kindern begeistert mich jeden Tag, weil sie über ihre Arbeiten selbst staunen können“, verweist sie auf das Malen mit Pastellkreide, Acrylfarbe, das räumliche Zeichnen und den Marionettenbau.

Im Rahmen der Vernissage berichtete Günter Simper über den geplanten Freundeskreis für das Meyer Haus Museum, der im Jahr 2021 gegründet werden soll. Der Mitgliedsbeitrag betrage zwölf Euro. Es werde jedem Mitglied freien Eintritt ins
Museum gewährt. Bei einem geselligen Nachmittag und in der Jahresversammlung
könne jedes Mitglied eigene Ideen in die Museumsarbeit einbringen.

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