Güterverkehr

Der Güterverkehr betraf überwiegend den landwirtschaftlichen Bedarf, vor
allem den in großen Mengen gelieferten Mineraldünger. Weitere wichtige Güter waren Kohlen, Importgetreide, Bruchsteine aus dem Ibbenbürener Raum und Stückgut jeglicher Art. Einige Molkereien wickelten den Milchkannentransport über die Kleinbahn ab oder verschickten ihre Erzeugnisse per Bahn.

Ein von nahezu allen Zwischenstationen abgehendes Versandgut waren im Herbst Kartoffeln. Für regelmäßige Tonnage sorgte auch der Versand von
Grubenholz. Ladepunkte für den Berg- werksbedarf waren die Stationen im Raum Menslage bis Vechtel und der Bahnhof Bawinkel. Das Grubenholz wurde über den Neuen Hafen Lingen oder den Bahnhof Lingen umgeschlagen.

Die 1910 in Ohrte gegründete Ziegelei mit Gleisanschluss sollte die Rentabilität der Kleinbahn LBQ steigern. Der benötigte Kiessand wurde bei Berge gewonnen und per Kleinbahn zur 2 km entfernten Ziegelei gefahren.

Darüber hinaus gingen Kieslieferungen aus Berge regelmäßig an die Zwischenstationen der Bahn. Das gleiche galt für die Fertigprodukte der Ziegelei. Deren Erzeugnisse, Klinker und Tonrohre
gelangten über den Hafen Lingen auch zu entfernteren Kunden.