Viehtransport
An vielen Bahnhöfen befanden sich Viehbuchten und Verladerampen. Spezielle Viehwaggons gab es nicht. Die gedeckten Güterwaggons waren innen mit Halteringen ausgestattet, an denen das Großvieh angebunden werden konnte.
Die Hundeabteile der Postpackwagen nutzte man auch für den Transport von Ferkeln. Ein Großteil des beförderten Viehs war für weiter entfernte Bestimmungsorte vorgesehen und musste in Quakenbrück oder Lingen in Staatsbahnwaggons umgeladen werden.
In den 1920er Jahren kam es nur in bescheidenem Umfang zum Versand von Vieh. Ab 1934 belebte sich der
Geschäftsbetrieb wieder. 1939 wurde verstärkt Vieh erfasst.
Zielorte des zum Verkauf vorgesehenen Viehs waren überwiegend Viehmärkte im Ruhrgebiet, wie Essen, Dortmund und den seinerzeit bedeutenden Schweinemarkt in Altenessen. Aber auch Empfangsorte wie Köln oder
Hannover werden in den verbliebenen Archivalien genannt. Den Verkauf auf den Märkten übernahmen Mittelsmänner.
