Das Burrichterbuch - Exponat des Monats

bearbeitet von Wolfgang Deffner zuletzt verändert: 15.08.2022 18:20
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Das Burrichterbuch enthält die Eintragungen zu Verwaltungsabläufen der früher wechselnden Burrichter (Bauerrichter, später Bürgermeister) über einen Zeitraum von mehr als 200 Jahren. Die erste Eintragung erfolgte im Jahre 1769, die letzte am 01.04.1902.

Burrichterbuch Berge

Der Burrichter ist der Vorsteher einer Bauernschaft. Er ruft die öffentlichen Versammlungen, die „Bauernsprache“ ein. Hier hat er die Leitung, informiert und holt die Zustimmung für Vorhaben, die künftig in der Bauernschaft durchgeführt werden sollen, bei den „Eingesessenen“ ein.
Das Burrichterbuch enthält die Eintragungen zu Verwaltungsabläufen der früher wechselnden Burrichter (Bauerrichter, später Bürgermeister) über einen Zeitraum von mehr als 200 Jahren. Die erste Eintragung resultiert aus dem Jahre 1769, die letzte betrifft die „Gemeinde und Armenrechnung bis 1. 4.1902“.

Diese für die Geschichte Berges so bedeutsame Quelle mit dem schweinsledernen Einband war über Jahre verloren und wurde später auf einem Schutthaufen bei Bauarbeiten in Berge wiedergefunden.

Der Burrichter wechselte jährlich in fester Reihenfolge, bestimmt durch die Lage der Höfe. Das Amt konnte nur von Vollerben, Halberben und Erbkötter bekleidet werden. Ihm stand jeweils ein Helfer, genannt Rottmeister, zur Seite. Stets war dieser der letztjährige Burrichter.

 

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